langer Rüssel…

Diesesmal melde ich mich mit einem besonderen Teil. Jener Teil, der später unsere Zusatzsegel den Code 0 und den Blister tragen wird. Genau! Es geht um den Bugspriet. Jenes Rohr, das sich an immer mehr Yachten vorne über den Rumpf hinaus erstreckt, um die Zusatzsegel besser in den Wind zu bekommen

Mittlerweile ist man ja von verschiedenen Racern schon sehr, sehr lange Rüssel gewohnt. Unser Rüssel hat „nur“ etwas mehr als 2 Meter Länge. Trotzdem nicht schlecht für ein knapp 10 Meter langes Boot.Der Konstrukteur sieht ein 100 mm Alurohr vor, in das eine Platte eingeschweißt ist und an dem verschiedene Beschläge verschraubt sind.

Ich hab einen Restposten an Carbon-Rohren mit 70 mm Durchmesser (3 mm Wandstärke)  gekauft. Eines davon wird unser Rüssel. Zu den Rohren habe ich exakt passende Einschubrohre mitgekauft, die nochmals 5 mm Wandstärke haben.

Ein Stück des Einschubrohres (ca. 200 mm) haben wir zur Verstärkung an jener Stelle in das Rohr geklebt, an der die Stage angeschlagen werden. Ein weiteres Stück klebten wir dort ein, wo die Achse durchgeht.  Als die Klebung gehärtet war, haben wir Bohrungen gesetzt, in die wir dünne Carbonrohre eingeklebt haben. Nach dem Verschleifen sieht das dann so aus: Hier sollen dann Dyneema-Schlaufen durchgefädelt werden (mit einem Scheuerschutz aus PVC-Schlauch). An deren Enden sollen dann das Wasserstag, das Vorstag und die seitlichen Abspannungen angeschlagen werden.

Ganz vorne sitzt ein Rollenkasten, den wir verschraubt haben – Nieten im CfK traue ich nicht so recht.  Damit wir zur hinteren Mutter kommen, habe ich noch ein kleines Montageloch gebohrt. Und so sieht unser fertiger Rüssel in seiner ganzen Länge aus 😉Das ist also der vorderste Punkt unseres Bootes; der Fühler, der über 2 Meter über den Rumpf nach vorne ragt. Ich hoffe, er hält den hohen Belastungen stand, die auf ihn warten!

Jetzt fertigen wir aus den gleichen Rohren noch jene Verbindung zwischen Vorder- und Achterbeams, an denen das Trampolin gelascht wird. Das zeige ich Euch beim nächsten Mal.

Das sind jetzt die letzten großen Teile, die uns noch fehlen und die sind schon fast fertig…

die (zweit)leichtesten Türgriffe…

Hallo liebe Trimaran-Freunde! Derzeit sind wir in der Werkstatt fleißig so gut es geht. Eine Menge Türln und Deckel sind fertig zu machen: Besonders stolz bin ich auf die Lösung unserer Schapp-Türen: gefräste Carbonrahmen bilden die Abdeckung des Spalts. Dann haben wir überlegt, welche Griffe wir verweden könnten. Am leichtesten von allem wäre zweifellos ein Loch 😉 Das gefällt mir aber nicht so gut. Dann kamen wir auf die zweitleichteste Idee: Ein 70 mm langes Stück Carbonrohr (von hinten mit zwei kleinen M4 Schrauben und einer Stoppmutter verschraubt)…. Tatatataaaaa….

Sieht doch gut aus, oder? Nachdem es auch in der Werkstatt nicht allzu warm ist und das Gelcoat noch nicht durchgehärtet ist, habe ich die Teile gestern mit ins Haus gebracht… Auch dem Baum haben wir uns gewidmet und ihn für die Beschläge angepasst. Eine Rolle oben am achteren Ende für den Unterliekstrecker. Dann noch einen Rollenkasten seitlich – hier soll das Ende der innen liegenden Talje herauslaufen und davor sitzt eine Backenklemme. Jetzt haben wir einen der letzten ausstehenden Teile in Arbeit – den Bugspriet. Aber das ist eine andere Geschichte…