Farbenlehre… und mehr!

Die Zeit läuft und der Frühling kehrt langsam in unser Tal zurück. Die tiefen Minustemperaturen weichen mehr und mehr frühlingshaften, milden Tagen. Einzig in der Nacht zeigt Väterchen Frost noch, was er kann. Das macht es noch zu bald, um am Heuboden zu laminieren. Aber die beiden Rückenlehnen habe ich diese Woche doch geschafft! Das führt uns zum Innenraum. Wir tüfteln schon an Farbzusammenstellungen – auch wenn der Innenraum derzeit noch gar nicht wohnlich aussieht 😉

Marlene, eine junge Freundin (12 Jahre alt) von Helga war am Wochenende zu Gast und wir haben sie eingeladen, für unseren Innenraum ein bisschen zu schnipseln, zu zeichnen und zu fotografieren. Drei Entwürfe möchte ich Euch hier zeigen: Da kann man sich doch schon was vorstellen, oder?

Doch jetzt zurück zur Realität! Konrad, ein Nachbar, hat mir geholfen, neue Auflagen zu bauen (er kann vorzüglich schweißen!). Das Ziel war, den Rumpf so nahe an den Boden wie möglich zu bekommen und gleichzeitig auf Rollen zu setzen. Das brauchen wir, damit wir die Schwimmer an die Beams laminieren können.Dass der Tri jetzt mobil ist, hat uns ermöglicht, das Schwert einmal zu probieren. War auch gut, denn prompt haben wir gemerkt, dass wir die Spitze doch nicht wie geplant dran lassen können. Unser Tri hat noch die ursprüngliche Kabinenhöhe des F-9A und das Schwert war für diese um rund 10 cm zu lang. Aber wie heißt es so schön? Was nicht passt, wird passend gemacht… Mittlerwerweile haben wir den Fehler behoben und das Schwert sowie das Ruder sind schon das erste Mal gefüllert.Der Höhepunkt dieser Woche war, dass wir nach über einem Jahr den ersten Float aus der Werkstatt wieder zurück auf den Heuboden getragen haben. Danke an unsere hilfsbereiten Nachbarn und unseren Neffen! Jetzt steht der Float bereit, um ihn an die Beams zu laminieren. Jetzt müssen nur noch die Nächte milder werden…Derzeit arbeiten wir an den Vorbereitungen, um uns einen CfK/GfK-Großbaum zu laminieren. Die Fotos dazu gibt’s aber erst, wenn es geklappt hat 😉

Auch die Namenswahl steht kurz bevor – der Favoritenkreis hat sich schon sehr eingeschränkt.

Danke für’s Vorbeischauen im Blog und bis bald!

Auf der BOOT 2017

Nun sind wir seit einer Woche wieder zurück von unserem Ausflug zur BOOT 2017 in Düsseldorf. Die erste Etappe führte uns nach Rothenburg ob der Tauber – eine sehr beeindruckende alte Stadt. Hierher möchten wir gerne wieder einmal kommen, wenn es mehr als -10 Grad hat  ;-)…Dann gings weiter nach Weilheim am Rhein, wo wir bei Manu & Roland zu Gast waren. Die beiden haben wir ja vor rund 4 Jahren besucht und kennen gelernt. Damals habe ich sie – nach längerer Recherche  – anhand eines Fotos aus Murter, auf dem ein besonderer Trimaran zu sehen war, ausfinding gemacht. Roland und Manu haben die SpeedKing – einen adaptierten Hughes-11-Meter-Tri in 6 Jahren vor ihrem Haus gebaut. Damals waren wir knapp davor – also genauer gesagt ich, Helga eher noch nicht 😉 – die Pläne für dieses Boot zu bestellen. Aber es kam dann ja alles anders…

Wieder habe ich den beiden ein Loch in den Bauch gefragt. Roland ist ein toller Handwerker und hat zum Beispiel im vergangenen Sommer auf dem Lagerplatz ihres Tris in Kroatien einen Diesel eingebaut… Nun hat er einen elektrischen Aufsatz für die Winschen gebaut, weil vor allem das Groß ihres Tris schon erhebliche Kraft verlangt. Respekt! Nach einem Abend in einem Lokal mit Kroatischer Küche und anschließender Übernachtung auf dem Bauplatz des Tris (danke Roland!, danke Manu!) ging es am nächsten Tag für uns weiter ins Ruhrgebiet.

Bei Rainer und Sabine haben wir wunderschöne Tage verbracht. Sie haben uns herzlich aufgenommen und brav mit uns ein paar Punkte abgearbeitet, die ich unbedingt sehen bzw. machen wollte: die längste Skihalle der Welt sehen, einen Flug im Windkanal in Bottrop machen, …. es gibt überhaupt eine erstaunliche Kumulation von Superlativen in der Gegend um Bottrop: die höchste, die längste, die einzige, der größte, etc… Wir müssen wohl wieder kommen, um diese ganzen „best of“ abzuarbeiten 😉  Sabine hat uns jeden Tag aufs Neue mit tollem Essen überrascht – das war wirklich ein best of!  Danke Sabine und Rainer für die tolle Zeit mit Euch! Ach ja, wir reisten nicht aus Bottrop ab ohne das roteste Fahrrad und die wärmste Winterjacke ever ;-))

Montag Morgen ging es dann auf die Messe. Ein Stellplatz auf dem riesigen Areal war für unser WoMo trotz guter Belegung rasch gefunden. Dann gings mit dem Shuttlebus auf die Messe.

Insgesamt verbrachten wir dann drei Tage auf der Messe. Haben sehr wichtige Gespräche geführt – besonders hervorzuheben war die außergewöhlich tolle Beratung von Herrn Spaltmann am Stand von International – auch wenn ich jetzt mit der Lackierung wieder unsicher bin, was für uns die beste Lösung ist.

Wir haben einen Motor bestellt und Angebote für einen Trailer eingeholt. Und wir haben uns angesehen, welche Lösungen Werften für bestimmte Fragen, die uns derzeit beschäftigen, haben. Besonders beeidruckt hat uns die POGO 36. Hier wird Leichtbau konsequent und dennoch ansehnlich und sogar wohnlich umgesetzt – gute Anregungen für die Aufgabe, die heuer vor uns liegt.

Der Platz reicht nicht aus, aufzuzählen, was wir alles gesehen und worüber wir gestaunt haben. Wir haben auch festgestellt, dass wir doch schon eine Menge Leute in „der Szene“ rund ums Boot kennen.

Auch der dritte Tag hat nicht ausgereicht, alles zu erkunden. Aber irgendwann war es Zeit, aufzubrechen. Und so haben wir uns wieder auf den Weg Richtung Süden gemacht. Wieder in Etappen, denn davon haben wir ja immer geträumt, dass wir mit einem WoMo mit Zwischenstopps gemütlicher reisen können. Der nächste Halt brachte uns nach Koblenz, wo wir ehemalige Stegnachbarn der Marina in Biograd besuchten. Heike und Bernd waren zwar enttäuscht, dass wir uns nach einem langen, und auch kulinarisch reichen Abend in unser Wohnmobil zurückzogen – aber im eigenen Bett schläft man halt doch am besten 😉 Nicht böse sein! Das war keine Ablehnung Eurer tollen Gastfreundschaft! Bernd hat uns erzählt, dass er sich im Frühjahr von seinem Volvo trennen wird. Da werden wir als Volvo-Fans natürlich hellhörig – mal sehen, wir haben einmal eine Option darauf fixiert 😉 Nach Fahrrad, Winterjacke und Bootsmotor können wir auf unserer Tour ja gleich auch noch ein Auto kaufen…

Jetzt gilt es, die ganzen gesammelten Informationen unserer Reise zu verarbeiten. Die Prospekte zu sichten, die Angebote zu vergleichen, ergänzende Informationen einzuholen, Entscheidungen zu treffen, und so weiter.

Ach ja, ein Highlight fehlt noch: Ich durfte eine echte Jungfernfahrt durchführen. Ich durfte einen Protoyp eines neuen ultralighten Banana-Boots durch das Becken rudern (natürlich vorschriftsmäßig mit Schwimmweste 😉Dieses Boot kommt auf jeden Fall in die engste Auswahl unserer möglichen Beiboote! Eine weitere Entscheidung, die es – hoffentlich noch heuer – zu treffen gilt.

Die Vorfreude auf unser Boot ist jedenfalls nun so richtig aufgefrischt worden und wir machen uns voller Elan wieder an die Arbeit!