Ab in den Süden…

Um den Schleifstaub mal aus der Lunge zu bekommen  – ist ja hoffentlich keiner drinnen, weil wir ja immer oder meistens brav mit Maske arbeiten! – aber falls doch, dann bietet sich ein Segeltörn am Meer an.

So habe ich mich mit Andreas, einem Freund von uns, am Sonntag auf den Weg nach Kroatien gemacht, um die Saison zu eröffnen.

Unser Boot schwimmt noch! Und es sieht richtig toll aus. Am Montag morgen packen wir gleich mal den Hochdruckreiniger aus. Das bisschen Sahara-Staub ist rasch weg. Der Ruß, der sich feinsten Pünktchen auf dem Deck abgesetzt hat, der ist schon etwas hartnäckiger. Aber nach eineinhalb Stunden und dem Einsatz eines Yacht-Shampoos glänzt unsere Inspiration fast wie neu. Nur die Heizpatrone im Warmwasserboiler hat sich anscheinend verabschiedet: egal, welchen Stromkasten wir wählen – KLACK – fällt der Schutz, sobald wir den Schalter für Warmwasser einschalten.

Als wir dann endlich zum „Frühstück“ gehen, ist es nach Zwölf – egal, dann nehme ich eine Pizza und einen gemischten Salat 😉 Für meine geliebten fritierten Sardinen ist es mir dann doch noch zu bald…

Am Rückweg schauen wir noch beim Bootsladen vorbei, um ein paar Meter Dynema mitzunehmen. Schließlich wollen wir unsere Spleißfertigkeiten weiter vertiefen. Auch  der Trimaran soll ja ein Dyneemarigg mit ein paar Feinheiten  erhalten – z.B. einen Canting Mast.

Zum Auslaufen kommen wir erst um 15:30 Uhr. Von kräftigem SSO-Wind lassen wir uns nach Norden ziehen. Zuerst nur unter Genua. Dann wollen wir das Groß setzen. Das klappt nicht gleich. Offenbar war es schlecht eingerefft. Das durchgelattete Rollgroß zeigt zum ersten Mal seine Tücken. Wir fürchten, dass es nicht ohne Lattenbruch und/oder Risse im Segel ausgehen wird. Um die Sache zu ordnen, müssen wir eine Bucht anlaufen, denn mittlerweile laufen wir mit ordentlich Welle und das Boot tanzt wild umher. Dann gelingt es uns doch noch, durch lange Spielerei mit der Reffwinsch und der Ausholeleine im Wechselspiel, das Segel zentimeterweise aus dem Mast zu kitzeln. Nach einer dreiviertel Stunde kommt auch der letzte Teil des Segels aus dem Mast. Kontrolle: es ist von herunten Gott sei Dank kein Schaden zu sehen. Auch die Latten scheinen heil geblieben zu sein.

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