Carbon – das schwarze Gold

Der gestrige Tag war wieder recht produktiv. Zuerst den zweiten Beam verrundet und geschliffen. Danach das Glas- und das Carbon-Gelege zugeschnitten. 6 Lagen unidirektionales Carbon verstärken die Unterseite des Beams. Carbon könnte man auch als das schwarze Gold bezeichnen – naja, so teuer ist es auch wieder nicht, aber alleine das Carbon, das in den Beams verbaut wird, kostet doch fast 1.000 Euro.  Verwendet man nur Glasgewebe, werden die Beams um rund 25% schwerer und sind außerdem nachher flexibler (die Glasfaser gibt unter Belastung mehr nach) – deshalb die Entscheidung für Carbon!

Den linken hinteren Beam haben wir also schon unten beschichtet. Nachdem Ulli durch eine Grippe schachmatt gesetzt ist, hat mir gestern meine Frau Helga geholfen. Sie laminiert ja auch nicht zum ersten Mal und hat mir auch immer wieder mal bei dem einen oder anderen Kanu oder Kajak geholfen. Diese unsere Vorerfahrungen mit Glas und Harz, machen sich jetzt positiv bemerkbar 😉  Schon kurz nachdem wir begonnen haben, war ich heilfroh, dass ich nicht alleine angefangen habe. Da sind vier Hände einfach gut – das Harz gibt den Takt vor und sobald man beginnt, läuft die Zeit…und die läuft meist schneller als einem lieb ist. In der beheizten Werkstatt geliert das Harz ziemlich schnell!2015_05_001 2015_05_003 2015_05_004 2015_05_005 2015_05_006

Das viele, relativ dick aufgetragene Harz schreit eigentlich nach Vakuum. Da wäre sicher wieder einiges Harz herausgepresst worden. Ich habe das angedacht, aber aufgrund der komplexen Form (die Unterseite mit den scharfkantigen Flanschen, etc.) bleiben lassen. Bis ich einen ordentlichen Vakuumsack beisammen gehabt hätte, wäre das Harz sicher großteils schon angeliert gewesen. So hat auch das Abreißgewebe noch einiges „herausgesaugt“.

So, nachdem jetzt schon wieder ein Monat um ist, gibt es wieder die aktuelle Statistik:

Baubeginn: 9. Jänner 2015

Arbeitsstunden im Jänner 2015: 79

Arbeitsstunden im Februar 2015: 98,5

Gesamtstunden: 177,5

-> das entspricht nach meiner (optimistisch) geschätzten Bauzeit von 2.500 Stunden jetzt 7,1% oder anders ausgedrückt: 2.323 Stunden liegen noch vor uns… 😉 Wir sind gespannt!

 

 

 

 

 

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