Fast geschafft!

Jetzt habe ich Euch lange hingehalten, bevor ich Euch weitere Fotos zeige. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die letzten beiden Wochen mit gefühlten 1.000 Kleinigkeiten am Boot gefüllt waren.

Das Boot zieht mittlerweile alle Blicke auf sich und wir sind unfreiwillig schon Ortsgespräch geworden…

Reisende bleiben stehen und möchten mehr über das Boot erfahren… meist eine willkommen kleine Pause in der glühenden Hitze der letzten Tage.

Auch der Ziviltechniker war schon da, um das Boot zu untersuchen und die Papiere für Binnenzulassung, Seebrief und eine Wertbeurteilung für die Kasko-Versicherung zu erstellen. Auch er war begeistert ;-))) (mit immerhin 43 Jahren Berufserfahrung).

Auch alle Spleißarbeiten sind mittlerweile fast erledigt. Einfach noch ein paar Eindrücke: Das besonders Groteske momentan: die Versicherer ziehen jetzt den geschätzten Wert des gerichtlich beeideten Sachverständigen (!!!) in Zweifel und wollen die Kasko nicht ohne weitere ausführliche Gutachten übernehmen…

Die Anträge auf Zulassung (einmal Binnen und einmal See) sind jedenfalls eingebracht und wir hoffen, dass die Behörde ihre Arbeit rasch erledigt.

Heute solle erstmals der Mast gestellt werden. Soviel sei verraten: die Segel, die wir am Montag geholt haben, sehen schon zusammengefaltet sehr vielversprechend aus. Ich kann es kaum mehr erwarten, mit diesen Flügeln zu spielen!

LIGHTNESS erblickt das Licht der Welt

Liebe treue Blog-Besucher, es ist soweit! Heute können  wir euch die Fotos zeigen wie LIGHTNESS das Licht der Welt, nach fast vier Jahren Dämmerschlaf oder dazwischen immer wieder mal künstlicher Beluchtung, das Sonnenlicht erblickt.

Here she is… Noch fehlt ihr ein Schwimmer, weil meine tollen Nachbarn Konni und Robert – DANKE Euch beiden! – weg mussten, um Siloballen zu wickeln. Aber auch das sollte diese Woche noch klappen und dann ist sie komplett.

Als nächstes werden wir ausprobieren, wie ihr der Mast steht….

Die geplante Wasserung am 6. August scheint in Reichweite ;-))))

and the name is …. LIGHTNESS

Der eine oder andere hat’s vielleicht im letzten Beitrag schon erspäht: die Namensentscheidung ist jetzt gefallen. Unser Trimaran wird Lightness  (in Lautschrift [ˈlaitnis] ) heißen – was soviel bedeutet wie Helle, Helligkeit aber auch Leichtigkeit, Lockerheit. Das passt unseres Erachtens zur Farbe und zum Boot und überhaupt…

Und so schaut der Schriftzug aus:

Derzeit arbeitet die Judith an einem Logo für uns. Wir werden es bald präsentieren.

Ins Antirutsch haben wir den Schriftzug auch eingearbeitet…

Außerdem sind wir gerade von unserer Erkundung im Salzkammergut zurück gekommen. Wir werden aller Voraussicht nach das Boot am 6. August am Attersee wassern.

Stay tuned!

Wir können es kaum erwarten!

Die letzten Wochen waren sehr intensiv! Aber es hat sich ausgezahlt. Das Boot ist jetzt schon fast fertig.

Zuerst galt es aber, den Hauptrumpf auf die eine und dann auf die andere Seite zu legen…

Aber das ist mittlerweile alles geschafft! Hierr ein paar Details, da Bilder angeblich mehr sagen als tausend Worte… Wer genau geschaut hat, weiß auch schon, wie der Tri heißen wird…

Backboard-Float fertig!

Das erste Drittel unseres Dreirümpfers ist fertig! Arbeitsmäßig Gott sei Dank schon viel mehr! Der Backbord-Float glänzt in weiß-grün und ist mit seinen Beschlägen bestückt.

Er sieht unseres Erachtens großartig aus: Jetzt ist mir leider ein großer logistischer Fehler unterlaufen: Ich habe nicht rechtzeitig den Füller nachbestellt. Jetzt warten wir seit zwei Wochen (!!!) darauf 😮

2 Wochen Zeitverlust in dieser Phase des Bootsbaus schmerzen. Jetzt haben wir alle Arbeiten zusammengesucht, die wir in der Zwischenzeit erledigen können. Hoffentlich kommt das Zeugs endlich mal! Der StB-Float ist zur Hälfte gefüllert und geschliffen. Das Deck des Hauptrumpfes ist bereits grundiert und wartet auf den Endschliff vor der Lackierung. Innen ist so gut wie fertig. Heute ist die Probe vom Bezugsstoff gekommen…..

It’s getting better and better!

it’s getting green ;-)

Im letzten Beitrag (Green Piece) haben wir ja die Katze aus dem Sack gelassen: das Boot wird unter anderem (oben wird es ja weiß 😉 kräftig grün. Nachdem der Schwimmer mehrmals grundiert und wieder geschliffen wurde, haben wir mit dem weißen Lack begonnen: Man beachte die „Lackierkabine“ – ca. 300 m² Plastikfolie, um den Staub vom Dachstuhl und auch den derzeit wild fliegenden Blütenstaub draußen zu halten. Mit meinem Arbeitskollegen Klaus haben wir mehrere Stunden Folie verlegt.

Den Lack selber walzen wir, weil ich mir die Lackierung mit der Pistole mit diesem Lack und auf diesen Flächen nicht zutraue. Vor dem Lackieren wässern wir jedesmal den Boden.

Dem Lackieren folgt dann mindestens ein Zwischenschliff mit neuerlicher Lackierung. Beim Weiß haben wir drei Lagen gebraucht. Beim Grün werden es mindestens vier…

Und so sieht’s heute aus: So you see, it’s getting green!

Green piece

Nun geht es in den Endspurt (auch wenn ein Endspurt bei so einem langen Projekt noch ganz schön lange dauern kann 😉 Der Lack ist schon da. Die Farbwahl ist durchaus polarisierend – macht nichts, mir gefällt’s! Die Farben, die in Frage kommen, sind ja sehr eingeschränkt, weil ich der Dunkelwert, der das Aufheizen in der Sonne bestimmt, bei vielen Farben zu hoch ist. Das heißt, dass sich viele Farben in der Sonne zu stark aufheizen würden und dadurch das Harz schwächen könnten. Da wir planen, viel unter der Sonne des Mittelmeers zu ankern, ist diese gewählte Farbe schon das dunkelste, das ich verwenden möchte.

Begonnen hat es damit, dass ich auf dem Blog von Lars Reisberg no-frills-sailing.com eine RM gefunden habe, die mir außerordentlich gut gefällt (gemeint ist die Grüne!):

grüne RM auf dem Hof
©Lars Reisberg
grüne RM auf dem Hof 2
©Lars Reisberg
grüne RM auf dem Hof 3
©Lars Reisberg
grüne RM auf dem Hof 4
©Lars Reisberg

Einfach ein tolles Design finde ich!

Deshalb habe ich mich auf die Suche gemacht und bin bei AWLGrip® Citrus  Green gelandet. Und hier ist meine Skizze, wie es ungefähr aussehen soll. Die Farbe in der Skizze stimmt nicht, weil ich das in meinem Grafikprogramm nicht so hinbekommen habe – aber die Farbe seht Ihr ja oben.

Skizze F-9R grün

Das heißt: weißes Deck mit hellgrauen Antislip-Bereichen und die Seiten der Rümpfe in diesem g….n Grün.

Und so sieht es heute aus, nachdem ich wieder eine Teil gefüllert habe: Nicht schrecken wegen der Fehlerstellen – es ist nur Füller und wird wieder geschliffen 😉

langer Rüssel…

Diesesmal melde ich mich mit einem besonderen Teil. Jener Teil, der später unsere Zusatzsegel den Code 0 und den Blister tragen wird. Genau! Es geht um den Bugspriet. Jenes Rohr, das sich an immer mehr Yachten vorne über den Rumpf hinaus erstreckt, um die Zusatzsegel besser in den Wind zu bekommen

Mittlerweile ist man ja von verschiedenen Racern schon sehr, sehr lange Rüssel gewohnt. Unser Rüssel hat „nur“ etwas mehr als 2 Meter Länge. Trotzdem nicht schlecht für ein knapp 10 Meter langes Boot.Der Konstrukteur sieht ein 100 mm Alurohr vor, in das eine Platte eingeschweißt ist und an dem verschiedene Beschläge verschraubt sind.

Ich hab einen Restposten an Carbon-Rohren mit 70 mm Durchmesser (3 mm Wandstärke)  gekauft. Eines davon wird unser Rüssel. Zu den Rohren habe ich exakt passende Einschubrohre mitgekauft, die nochmals 5 mm Wandstärke haben.

Ein Stück des Einschubrohres (ca. 200 mm) haben wir zur Verstärkung an jener Stelle in das Rohr geklebt, an der die Stage angeschlagen werden. Ein weiteres Stück klebten wir dort ein, wo die Achse durchgeht.  Als die Klebung gehärtet war, haben wir Bohrungen gesetzt, in die wir dünne Carbonrohre eingeklebt haben. Nach dem Verschleifen sieht das dann so aus: Hier sollen dann Dyneema-Schlaufen durchgefädelt werden (mit einem Scheuerschutz aus PVC-Schlauch). An deren Enden sollen dann das Wasserstag, das Vorstag und die seitlichen Abspannungen angeschlagen werden.

Ganz vorne sitzt ein Rollenkasten, den wir verschraubt haben – Nieten im CfK traue ich nicht so recht.  Damit wir zur hinteren Mutter kommen, habe ich noch ein kleines Montageloch gebohrt. Und so sieht unser fertiger Rüssel in seiner ganzen Länge aus 😉Das ist also der vorderste Punkt unseres Bootes; der Fühler, der über 2 Meter über den Rumpf nach vorne ragt. Ich hoffe, er hält den hohen Belastungen stand, die auf ihn warten!

Jetzt fertigen wir aus den gleichen Rohren noch jene Verbindung zwischen Vorder- und Achterbeams, an denen das Trampolin gelascht wird. Das zeige ich Euch beim nächsten Mal.

Das sind jetzt die letzten großen Teile, die uns noch fehlen und die sind schon fast fertig…

die (zweit)leichtesten Türgriffe…

Hallo liebe Trimaran-Freunde! Derzeit sind wir in der Werkstatt fleißig so gut es geht. Eine Menge Türln und Deckel sind fertig zu machen: Besonders stolz bin ich auf die Lösung unserer Schapp-Türen: gefräste Carbonrahmen bilden die Abdeckung des Spalts. Dann haben wir überlegt, welche Griffe wir verweden könnten. Am leichtesten von allem wäre zweifellos ein Loch 😉 Das gefällt mir aber nicht so gut. Dann kamen wir auf die zweitleichteste Idee: Ein 70 mm langes Stück Carbonrohr (von hinten mit zwei kleinen M4 Schrauben und einer Stoppmutter verschraubt)…. Tatatataaaaa….

Sieht doch gut aus, oder? Nachdem es auch in der Werkstatt nicht allzu warm ist und das Gelcoat noch nicht durchgehärtet ist, habe ich die Teile gestern mit ins Haus gebracht… Auch dem Baum haben wir uns gewidmet und ihn für die Beschläge angepasst. Eine Rolle oben am achteren Ende für den Unterliekstrecker. Dann noch einen Rollenkasten seitlich – hier soll das Ende der innen liegenden Talje herauslaufen und davor sitzt eine Backenklemme. Jetzt haben wir einen der letzten ausstehenden Teile in Arbeit – den Bugspriet. Aber das ist eine andere Geschichte…

Wasser marsch!

Drei Jahre sind mittlerweile vergangen seitdem wir die ersten Teile gebaut haben. Leider haben wir die genaue Buchführung der Arbeitszeiten nicht eingehalten aber so rund 2.700 – 3.000 Stunden werden wohl schon drin stecken.

Obwohl der Winter unseren Bauplatz noch fest im Griff hat, können wir dennoch innen weiter machen. Wir haben die Wasserinstalltion fertig! Von den Borddurchlässen und Seeventilen abgesehen, die wir erst montieren, wenn außen fertig lackiert ist.

Unser Boot hat zwei Wassersysteme – einen flexiblen 100 Liter Süßwassertank mit elektrischer Druckpumpe und folgenden Entnahmestellen:

  • Spüle Pantry
  • Waschbeck(ch)en im Toilettraum
  • Backskiste backbord => Gardena-Anschluss für die Außendusche (zum Duschen steht man am Netz)

Das zweite Wassersystem ist eine Fußpumpe, die Seewasser in die Spüle in der Pantry pumpt. Damit möchten wir den Süßwasserverbrauch drastisch reduzieren.

Ein besonderes Kunstwerk ist unsere Abwasseranlage geworden: Pump-WC pumpt zu Ventil 1. Ventil 1 bestimmt, ob außenbords gepumpt wird oder ob es in den flexiblen Fäkalientank geht.

Ventil 2 entscheidet, ob es  mit der Handpumpe vom Fäkalientank außenbords geht oder ob es zu einer Entsorgungstation an Land geht.

So sieht die „Kommandozentrale“ dazu aus 😉Aber das Kunstvolle verbirgt sich hinter der Wand bzw unter der vorderen Koje:Sieht jetzt sehr sauber aus, hat uns aber einige Kopfzerbrechen bereitet. Jetzt ist die Anlage auf kleinstem Raum verbaut – den Schläuchen haben wir dafür zum Teil sehr enge Radien abverlangt. Ich hoffe, ich habe in diesem System keinen Denkfehler eingebaut und die Sche*** kommt dann dort raus, wo sie soll und nirgendwo anders!

Ihr seht, es geht voran, der Frühling naht und wir können es kaum erwarten, unseren Tri zu wassern.

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